Endspurt beim GroĂprojekt âLKH 2020â
Heute Vormittag lud der KAGes-Vorstand zur Spatenstichfeier der fĂŒnften Bauetappe des Chirurgiekomplexes am Uniklinikum Graz ein, bei der der bereits bestehende Zentral-OP-Bereich um weitere acht OperationssĂ€le erweitert wird. Der Einladung zur Feier folgten neben Vertreter*innen aus der Politik, der KAGes, dem Rektorat der Med Uni Graz und dem Direktorium des Uniklinikum Graz auch zahlreiche Mitarbeiter*innen aus den Bereichen Medizin, Pflege und Medizinisch-Diagnostisch-Therapeutische Gesundheitsberufe. Die geplanten Kosten der Bauetappe liegen bei rund 35 Millionen Euro, die Fertigstellung ist fĂŒr Oktober 2028 geplant.
âDer heutige Spatenstich ist ein ganz besonderer, denn er markiert nicht nur den Start der fĂŒnften Bauetappe des neuen Chirurgiekomplexes, sondern leitet zugleich die finale Phase des Gesamtprojekts âLKH 2020â ein â eines der gröĂten Bauprojekte in der 40-jĂ€hrigen Geschichte der KAGes. Ich freue mich daher sehr, dass wir mit diesem symbolischen Akt gemeinsam den Auftakt zur letzten Etappe dieses GroĂprojekts setzenâ, erklĂ€rte Univ.-Prof. Ing. Dr. Dr. h.c. Gerhard Stark, KAGes-Vorstandsvorsitzender, bevor er gemeinsam mit dem KAGes-Vorstand fĂŒr Finanzen und Technik, Mag. DDr. Ulf Drabek, MSc MBA, Dr. Karlheinz KornhĂ€usl, Landesrat fĂŒr Gesundheit, Pflege und Kultur, sowie Marco Triller, Landtagsabgeordneter und Klubobmann, und weiteren hochkarĂ€tigen GĂ€sten zum Spaten griff.
âWir investieren in der Steiermark konsequent in eine starke Gesundheitsversorgung â in moderne Infrastruktur ebenso wie in die Menschen, die tĂ€glich fĂŒr die Gesundheit unserer Bevölkerung arbeiten. Denn gute Gesundheitsversorgung entsteht immer aus dem Zusammenspiel von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einer leistungsfĂ€higen baulichen und technischen Ausstattung. Dieser Spatenstich ist daher weit mehr als der Beginn eines Bauprojekts: Er ist der nĂ€chste konkrete Schritt auf unserem Weg zu einer noch besseren, verlĂ€sslichen und zukunftsfitten Gesundheitsversorgung fĂŒr die Menschen in unserem Landâ, betonte LR KornhĂ€usl bei der Veranstaltung.
âMit dem Neubau wird der moderne Zentral-OP-Bereich des neuen Chirurgiekomplexes um acht topausgestattete OperationssĂ€le erweitert und das derzeit noch im Innenhof des Chirurgie-Altbaus bestehende OP-Zentrum kann anschlieĂend rĂŒckgebaut werdenâ, erlĂ€uterte in der Folge KAGes-Finanzvorstand Drabek. Bespielt wird der gesamte Bereich von den medizinischen Fachrichtungen AnĂ€sthesie und Intensivmedizin, Chirurgie, Neurochirurgie, OrthopĂ€die und Traumatologie sowie Urologie.
Von 16 auf 24 OperationssÀle
Konkret wird der Zentral-OP-Bereich im D-Trakt des Chirurgiekomplexes, der derzeit ĂŒber 16 OPs verfĂŒgt und im Rahmen der ersten Bauetappe 2017 in Betrieb ging, um acht hochmoderne OperationssĂ€le erweitert. In gut zweieinhalb Jahren sollen im Erweiterungsbau zusĂ€tzlich vier Standard-OPs, zwei robotertaugliche OP-SĂ€le sowie ein OP-Saal mit urologischer Durchleuchtungsanlage und einer mit einer digitalen Subtraktionsangiographie-Anlage (DSA) zur VerfĂŒgung stehen. Der Schleusenbereich, die Holding Area vor den OP-SĂ€len, der Aufwachraum, der Logistiktunnel sowie der Ver- und Entsorgungsbereich fĂŒr den Zentral-OP-Bereich wurden bereits wĂ€hrend der ersten Bauetappe errichtet und werden fĂŒr den Betrieb der neuen OP-SĂ€le synergetisch mitgenutzt.
Der Erweiterungsbau wird zweigeschoĂig unterkellert sein. Die neuen OP-SĂ€le sind â samt SozialrĂ€umen, Versorgungs- und Lagerbereichen â im Tiefparterre und im ErdgeschoĂ des GebĂ€udes untergebracht und auf diesen beiden Ebenen auch an den bestehenden OP-Bereich angeschlossen. Im 1. OG und im 2. UG werden neue FlĂ€chen fĂŒr die Haustechnik sowie die technische GebĂ€udeausrĂŒstung geschaffen.
KAGes-Klimaschutzprogramm als Wegweiser
Ăber die bauliche und funktionale Konzeption hinaus steht auch dieser KAGes-Bau im Zeichen des Klimaschutzes. âMit dem KAGes-Klimaschutzprogramm minimieren wir die Emissionen durch Baustoffe konsequent und setzen gezielt auf bauökologische und baubiologische Materialien. Diese Prinzipien sind verbindlich in Planung, Ausschreibung und Vergabe verankertâ, betonte Drabek. Auf den DĂ€chern des Zu- und des Bestandsbaus wird eine eigene Photovoltaikanlage errichtet. Zudem wird die bestehende Geothermieanlage um 24 Sole-Tiefensonden erweitert. Den Investitionsaufwand fĂŒr die fĂŒnfte Bauetappe beziffert der KAGes-Finanzvorstand mit knapp 35 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist im dritten Quartal 2028 geplant.
Auch fĂŒr Marco Triller, Klubobmann und Landtagsabgeordneter, setzt man mit der fĂŒnften Bauetappe einen weiteren wichtigen Schritt fĂŒr eine moderne, leistungsfĂ€hige und nachhaltige Gesundheitsversorgung in der Steiermark. âDie Investition in hochmoderne OP-Bereiche stĂ€rkt nicht nur den Medizinstandort Graz, sondern kommt vor allem den Patientinnen und Patienten sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Klinikalltag zugute. Gleichzeitig zeigt dieses Projekt, dass wir auch bei laufendem Krankenhausbetrieb verantwortungsvoll in die Zukunft unseres öffentlichen Gesundheitssystems investieren,â erklĂ€rt er.
Daten und Fakten
| Baufertigstellung: | Oktober 2028 |
| NettogeschoĂflĂ€che: | 2.849 mÂČ |
| Kosten: | rund 35 Millionen Euro |
| DurchfĂŒhrung: | zum ĂŒberwiegenden Teil von steirischen Unternehmen |
| Nachhaltigkeit: | Es wird eine neue PV-Anlage auf dem Dach errichtet und die Geothermie um 24 Sole-Tiefensonden mit einer Tiefe von je 140 Metern erweitert. Die Grundlagen des KAGes-Programms âKlimaschutzâ flossen auch bei dieser Etappe in Planung, Ausschreibung und bei der Auftragsvergabe mit ein. |
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Mag. Simone Pfandl-Pichler
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