Ausbau der Univ.-Augenklinik: mehr Platz für IVOM-Behandlungen und Kataraktoperationen
Heute Vormittag lud der KAGes-Vorstand zur Eröffnung der neuen Räumlichkeiten an der Univ.-Augenklinik des LKH-Univ. Klinikum Graz. Mit der Ambulanzerweiterung und der Adaptierung des Osttrakts stehen künftig mehr Flächen für die (operative) Behandlung altersbedingter Augenerkrankungen zur Verfügung. Der Einladung zur Eröffnungsfeier folgten neben Vertreter*innen aus der Politik, der KAGes, dem Rektorat der Med Uni Graz und dem Direktorium des Uniklinikum Graz auch zahlreiche Mitarbeiter*innen aus den Bereichen Medizin, Pflege und Medizinisch-Diagnostisch-Therapeutische Gesundheits-berufe. Die Kosten für die Erweiterung beliefen sich auf 6,3 Millionen Euro (Preisbasis Fertigstellung 05/2026), die Bauzeit betrug 20 Monate.
„Aufgrund der demographischen Entwicklung der Bevölkerung nehmen auch die altersbedingten Augenerkrankungen wie Makuladegeneration, Katarakt, Glaukom und Liderkrankungen sowie lifestyle-bedingt die Augenerkrankungen infolge von Diabetes, Bluthochdruck oder Kurzsichtigkeit massiv zu. Durch die neuen Räume können wir nun die operativen Ressourcen erhöhen und bestehende Wartelisten sukzessive abbauen“, erklärte Univ.-Prof. Dr. Andreas Wedrich, Klinikvorstand der Univ.-Augenklinik, bei der heutigen Eröffnungsfeier. Auf Einladung des KAGes-Vorstandes fanden sich dazu auch Dr. Karlheinz Kornhäusl, Landesrat für Gesundheit, Pflege und Kultur, und Marco Triller, Landtagsabgeordneter und Klubobmann, sowie zahlreiche weitere hochkarätige Gäste ein. „Mit den neuen Eingriffsräumen stärkt die KAGes die augenmedizinische Versorgung nachhaltig und schafft die besten Voraussetzungen dafür, dass Patient*innen auch künftig rasch und auf höchstem medizinischen Niveau behandelt werden können“, ergänzte KAGes-Vorstandsvorsitzender Univ.-Prof. Ing. Dr. Dr. h.c. Gerhard Stark.
Mehr Platz für IVOM-Behandlungen, mehr Kapazitäten für Kataraktoperationen
Kernstück des Projekts sind die drei neuen Eingriffsräume im adaptierten Osttrakt der Klinik. „Einen davon können wir bei Bedarf auch als aseptischen OP nutzen, was mir ein besonderes Anliegen bereits in der Planung war. So können nun auch komplexere ambulante Eingriffe – z. B. mit Implantaten – im ambulanten Setting durchgeführt werden“, zeigte sich Klinikvorstand Wedrich bei der Besichtigung des „Eingriffsraums 1“ begeistert.
Alle neuen Bereiche befinden sich im denkmalgeschützten Jugendstilbau im Trakt C der Klinik. Dieser wurde saniert und unterkellert, um auch mehr Platz für Haustechnik, Lager und Umkleiden zu schaffen. Im EG entstanden zudem ein Wartebereich, ein Vorbereitungsraum, eine Umbett- und Nachbeobachtungszone sowie ein Ver- und Entsorgungsraum.
Durch die direkte Anbindung der neuen Räume an bestehende diagnostische Bereiche der Klinik entstand ein eigenes IVOM-Zentrum. „IVOM steht für ,IntraVitreale Operative Medikamenten-einbringung‘. Dabei werden Medikamente in den Glaskörperraum des Auges eingebracht, die dann in der angrenzenden Netzhaut ihre Wirkung entfalten können. So wird u. a. die feuchte Makuladegeneration behandelt“, erläutert der Klinikvorstand. Derzeit zählen IVOM-Behandlungen zu den häufigsten an der Univ.-Augenklinik. Allein im Jahre 2025 waren es 28.000 Eingriffe, Tendenz steigend.
Ein weiterer Vorteil der Erweiterung: Durch die Verlagerung von Eingriffen in den neuen Trakt, werden im alten Kapazitäten frei, sodass künftig mit entsprechenden Ressourcen rund 3.000 Katarakt-OPs (Grauer Star) mehr pro Jahr durchgeführt werden können und die Warteliste auf diese OP reduziert werden kann.
Nachhaltigkeit, Bauzeit und regionale Wertschöpfung
Die Bauarbeiten fanden bei laufendem Klinikbetrieb statt. Im Rahmen der KAGes Klima- und Energiestrategie PROKlima+ kamen wieder klimafreundliche Baustoffe und bauökologische Standards zum Einsatz. KAGes-Vorstand für Finanzen und Technik, Mag. DDr. Ulf Drabek, MSc MBA, dazu: „Es ist sehr erfreulich, dass wir auch bei diesem Projekt den hohen ökologischen Ansprüchen gerecht werden konnten und der Großteil der Wertschöpfung in der Steiermark geblieben ist.“ Mit einem Investitionsvolumen von 6,3 Millionen Euro und einer Bauzeit von nur 20 Monaten habe man das Projekt auch planmäßig umsetzen können, so der Finanzvorstand.
„Gerade in der Augenheilkunde ist die Nachfrage seit Jahren hoch. Umso wichtiger ist es, Kapazitäten auszubauen sowie die Abläufe für Patient*innen und das medizinische Personal weiter zu verbessern. Diese Investition stärkt den Gesundheitsstandort Steiermark und kommt direkt den Menschen zugute“, betonte auch LR Dr. Karlheinz Kornhäusl bei der Veranstaltung.
Dem schließt sich Marco Triller, Landtagsabgeordneter und Klubobmann, an: „Mit der Erweiterung der Ambulanzbereiche an der Univ.-Augenklinik Graz wird ein wichtiger Schritt gesetzt. Moderne Infrastruktur und effiziente Abläufe sind entscheidend, um eine hochwertige medizinische Versorgung langfristig sicherzustellen. Gleichzeitig profitieren sowohl Patienten als auch Mitarbeiter von verbesserten Rahmenbedingungen und einer zeitgemäßen Ausstattung. Investitionen in leistungsfähige Gesundheitsstandorte sind Investitionen in die Versorgungssicherheit der steirischen Bevölkerung."
Klinikvorstand Wedrich bedankte sich bei der Eröffnungsfeier zudem ausdrücklich bei allen Beteiligten: „Mein besonderer Dank gilt allen, die diese herausfordernde Umbauzeit im Vollbetrieb mit großem Engagement mitgetragen haben. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, was gemeinsam möglich ist.“
Daten und Fakten
| Bauzeit: | 20 Monate, Baubeginn Oktober 2024, Fertigstellung Mai 2026 |
| Nettogeschoßfläche: | 425 m² |
| Kosten: | rund 6,3 Millionen Euro |
| Durchführung: | zum überwiegenden Teil von steirischen Unternehmen und den Vorgaben der Technischen Richtlinie „Klimafreundliche Baustoffe“ entsprechend |
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