Mehr Operationen, kĂŒrzere Wartezeiten
2.500 Operationen, 750 Prothesenimplantationen und eine gestĂ€rkte Akutversorgung: Ein Jahr nach der NeugrĂŒndung der Abteilung fĂŒr OrthopĂ€die und Traumatologie am LKH Weiz fĂ€llt die Bilanz positiv aus. Der standortĂŒbergreifende Verbund mit dem LKH-Univ. Klinikum Graz schafft zusĂ€tzliche OperationskapazitĂ€ten, verkĂŒrzt Wartezeiten und ermöglicht eine optimale Nutzung der vorhandenen Ressourcen. Davon profitieren Patient*innen in der Oststeiermark ebenso wie im GroĂraum Graz.
Mit 1. August 2025 wurde die bisherige Abteilung fĂŒr Chirurgie am LKH Weiz in eine Abteilung fĂŒr OrthopĂ€die und Traumatologie umgewandelt. Seither wird sie standortĂŒbergreifend mit der UniversitĂ€tsklinik fĂŒr OrthopĂ€die und Traumatologie am LKH-Univ. Klinikum Graz gefĂŒhrt. Ein Jahr spĂ€ter fĂ€llt die Bilanz eindeutig positiv aus: Die Neuausrichtung hat sich sowohl fĂŒr die Patient*innen in der Region als auch im GroĂraum Graz bewĂ€hrt.
Zwischen 1. August 2025 und 31. Juli 2026 wurden in der neuen Abteilung insgesamt rund 2.500 Operationen durchgefĂŒhrt, darunter 750 Implantationen von HĂŒft-, Knie- und Schulterprothesen, was eine massive Steigerung bedeutet. âDie Bilanz der ersten zwölf Monate zeigt, dass sich die Neuausrichtung absolut bewĂ€hrt hat. Durch sie konnten wir zusĂ€tzliche OperationskapazitĂ€ten fĂŒr Patient*innen schaffen, die eine HĂŒft-, Knie- und Schulterprothese benötigen. Damit ist es gelungen, die Wartezeiten in der Region Weiz und im GroĂraum Graz zu verkĂŒrzenâ, erklĂ€rt Univ.-Prof. Dr. Andreas Leithner, der Primarius der Abteilung in Weiz. âGleichzeitig zeigt sich, welchen Mehrwert ein gut funktionierender Spitalsverbund bietet: Die Ressourcen beider Standorte werden gemeinsam geplant und dort eingesetzt, wo sie den Patient*innen am meisten zugutekommen.â
âMit der Neuausrichtung der OrthopĂ€die und Traumatologie am LKH Weiz ist es gelungen, die medizinische Versorgung in der Region weiter auszubauen und gleichzeitig das Uniklinikum Graz gezielt zu entlasten. Dieses erste Jahr zeigt, wie viel möglich ist, wenn Standorte eng zusammenarbeiten und vorhandene Ressourcen gemeinsam genutzt werden. Davon profitieren am Ende jene, um die es geht: unsere Patientinnen und Patientenâ, betont auch Dr. Karlheinz KornhĂ€usl, Landesrat fĂŒr Gesundheit, Pflege und Sport.
Breites Behandlungsspektrum und Unfallversorgung rund um die Uhr
Das orthopĂ€disch-traumatologische Angebot am LKH Weiz wurde im vergangenen Jahr deutlich erweitert. Es umfasst heute unter anderem die Endoprothetik von HĂŒfte, Knie und Schulter, die Schulter- und FuĂchirurgie, sportorthopĂ€dische Eingriffe, gelenkerhaltende Operationen sowie die Versorgung von Verletzungen, Infektionen und notwendigen Folge- oder Revisionseingriffen.
âDie Umstellung ist von den Menschen in der Region sehr gut angenommen worden und hat von Beginn an ohne gröĂere Schwierigkeiten funktioniertâ, sagt der GeschĂ€ftsfĂŒhrende Oberarzt Dr. Andreas Jiresch, der die Abteilung vor Ort operativ leitet. âWir können heute in Weiz ein sehr breites orthopĂ€disch-traumatologisches Spektrum anbieten. Spezialisierte Eingriffe, die die Infrastruktur eines groĂen Zentrums benötigen, bleiben selbstverstĂ€ndlich dem Uniklinikum Graz vorbehalten. FĂŒr die hĂ€ufigsten Erkrankungen und Verletzungen des Bewegungsapparates steht den Patient*innen jedoch direkt in der Region eine umfassende Versorgung zur VerfĂŒgung.â
Verbund schafft neue Möglichkeiten
Neben den geplanten orthopĂ€dischen Eingriffen ĂŒbernimmt das LKH Weiz auch eine zentrale Rolle in der traumatologischen Akutversorgung in der Region. Die orthopĂ€disch-traumatologische Ambulanz steht rund um die Uhr zur VerfĂŒgung.
Schwerstverletzte Patient*innen werden weiterhin am LKH-Univ. Klinikum Graz behandelt. Gleichzeitig können bestimmte Akutpatient*innen aus Graz zur weiteren traumatologischen Versorgung nach Weiz ĂŒbernommen werden. Gerade bei einem erhöhten Patient*innenaufkommen zeigt sich der Mehrwert des standortĂŒbergreifenden Verbunds: Im ersten Jahr wurden insgesamt 103 verletzte Patient*innen vom Uniklinikum Graz nach Weiz transferiert â 67 zur Operation und weitere 36 zur stationĂ€ren Beobachtung. DarĂŒber hinaus erfolgen regelmĂ€Ăig postoperative Ăbernahmen: Patientinnen und Patienten werden am Uniklinikum Graz operiert und anschlieĂend auf der Station in Weiz weiterbetreut â die WohnortnĂ€he ist klar ein Vorteil nicht nur fĂŒr die Patient*innen selbst, sondern auch fĂŒr ihre Angehörigen.
Die stationÀren KapazitÀten und die Operationsprogramme werden zwischen den beiden Standorten laufend abgestimmt. Dadurch können Belastungsspitzen besser ausgeglichen und vorhandene Betten- und OP-KapazitÀten besser genutzt werden.
Auch organisatorisch zeigt die Bilanz eine positive Entwicklung. Die beiden OperationssÀle der Abteilung erreichen eine Auslastung von fast 92 Prozent. Parallel dazu werden die AblÀufe in Ambulanz, Station und OP schrittweise weiterentwickelt und optimiert.
âDie gemeinsame FĂŒhrung durch Univ.-Prof. Dr. Leithner und GOA Dr. Jiresch ist eine zeitgemĂ€Ăe Form der Kooperation, die funktioniertâ, betont der Ă€rztliche Standortleiter des LKH Weiz, Primarius Stefan Pötz. âDer Verbund zwischen dem LKH Weiz und dem Uniklinikum Graz bringt spĂŒrbare Vorteile â unabhĂ€ngig davon, ob es um geplante Operationen, die Akutversorgung oder die gemeinsame Nutzung von Betten und personellen Ressourcen geht. Davon profitieren vor allem die Patient*innen, weil Behandlungen rascher und am jeweils passenden Standort durchgefĂŒhrt werden können.â
Auch die enge Zusammenarbeit mit den beiden anderen Abteilungen am LKH Weiz â AnĂ€sthesiologie und Intensivmedizin sowie Innere Medizin â trĂ€gt wesentlich zum Erfolg der neuen Struktur bei. DarĂŒber hinaus ist das LKH Weiz durch den Verbund stĂ€rker in wissenschaftliche Projekte und klinische Datenerhebungen eingebunden.
âDas LKH Weiz ist heute viel mehr als ein regionales Krankenhaus, das nur fĂŒr sich allein arbeitet: Es ist Teil eines gröĂeren medizinischen Netzwerksâ, ergĂ€nzt Ass.-Prof. Dr. Wolfgang Köle, der Ărztliche Direktor des Spitalsverbunds LKH Univ. Klinikum Graz. âDie Verbindung mit dem Uniklinikum eröffnet dem LKH Weiz neue Möglichkeiten in der Versorgung, in der Weiterentwicklung der Mitarbeiter*innen und auch in der Forschung. Das zeigt, wie chancenreich moderne SpitalsverbĂŒnde fĂŒr regionale Standorte sein können.â
rund 2.500 Operationen
750 Implantationen von HĂŒft-, Knie- und Schulterprothesen
103 verletzte Patienten*innen wurden in den letzten 12 Monaten von Graz nach Weiz transferiert, davon 67 zur Operation und 36 zur Beobachtung.
zwei OperationssÀle mit einer Auslastung von fast 92 Prozent
orthopÀdisch-traumatologische Akutversorgung rund um die Uhr
standortĂŒbergreifende FĂŒhrung mit dem LKH-Univ. Klinikum Graz
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Pressestelle des LKH-Univ. Klinikum Graz
Mag. Simone Pfandl-Pichler
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